0608. Internet for Runaways | Part I

Hallo,

Freunde der gepflegten Unterhaltung. Heute meldet sich euer Marvin mal wieder aus seiner Webbutze an euren Bildschirm.

In Zeiten von Web2.0 ist es umso wichtiger, für alle Nutzer erst einmal Web1.0 zu verstehen, um danach ein Upgrade auf Web2.0 zu starten. Daher möchte ich mal mit ein paar Gerüchten und Missverständnissen aufräumen, die scheinbar immer noch bei vielen Menschen, vorallem aber bei Web-Neulingen und Kunden im Kopf herumgeistern.

1. Ich brauche ein Flashintro um vorne mitzuschwimmen!
Das stimmt so nicht. Jeder hatte bereits das Problem auf Internetseiten lange zu warten, weil das Intro lädt. Es mag zwar cool sein, wenn sich alles bewegt und Männchen von links nach rechts fliegen, nur sollte dies ein effizienten Nutzen davontragen. Es sollte einladen nicht selbst laden.

Der User möchte…

nicht gelangweilt werden,
weil er die Buchstabenanimation jetzt schon auf 10 anderen Seiten ähnlich gesehen hat. Es muss also etwas Neues her, es muss spannend sein und es sollte zum Produkt/Dienstleistung passen.

didaktisch informiert werden.
Er möchte vorab vorgetragen bekommen, für was das Unternehmen steht oder wie der Katalog funktioniert. Dies muss prägnant und schnell gehen. Niemand mag Karl Klammer, das arrogante Maskottchen und Besser-Wisser von Word, das im Nachhinein mehr Fragen stellt als es beantwortet.

keine unnötige Werbung zum Wegklicken.
Werbebanner, die aufpoppen und nur durch einen Klick wegzubekommen sind, nerven. Außerdem verliert der Kunde dadurch seinen ersten Eindruck von der Seite und ist vom Wesentlichen eurer Seite abgelenkt. Es bringt vielleicht Geld mitsich, könnte am Ende aber nicht effizient sein.

keine Sounds, die bei Arbeitskollegen kriminelle Energien freisetzen.
Fiese Piep-, Drill- oder Kratzgeräusche oder alle 5 Sekunden neu anfangende Loungeloops, sind definitiv ein Fall für die Presse.

2. Umso mehr Bilder, Grafische Buttons und Animationen desto besser!
Wieder daneben. Ein Button, der hervorsticht, ist durchaus plausibel, jedoch gibt es auch hier einige Dinge zu beachten. Zum Beispiel die Benutzungsfreundlichkeit oder auch “Usability”. Bei einigen Internetprodukten ist die Usability derart eingeschränkt, dass eine sinnvolle Nutzung und vorallem das schnelle Finden von Informationen zu schwer fällt und der User abschaltet. Deshalb: Weniger ist oftmals mehr und testet all eure Produkte mit D.a.U.’s .

3. Google findet mich nicht, bitte setzen Sie meine Internetseite doch auf die erste Seite!
Ich glaube, dies ist die krönende Frage nach jedem Projektabschluss von Neukunden. Es sei hiermit erklärt:

Der Suchmaschienenindex generiert sich aus vielen Einzelfaktoren, wobei nur ein Teil dieser Faktoren aktiv vom Autor der Internetseite verbessert werden kann. Die Suchmaschinenrobots arbeiten eigenständig und haben keine Bevorzugung von Internetseiten einprogrammiert. Es gibt Möglichkeiten der Suchmaschinenoptimierung, jedoch keine Garantie auf einen Platz unter den ersten zehn. Anders ist dies bei Werbeschaltung bei Google oder Yahoo. Diese können auch mit recht hoher Wahrscheinlichkeit bei den ersten Treffern auftauchen.

4. Halte die Internetseite aktuell!
Dies gilt vorallem für Kleinunternehmer. Die Website sollte in bestimmten Zyklen aktualisiert werden, um auch wiederkehrende Besucher bei der Stange zu halten. Außerdem werden aktualisierte Inhalte bei Google neu indexiert. Dies ermöglicht ebenfalls eine Optimierung des Rankings.

Das sollen nur ein paar Beispiele sein, die auch bei mir immer wieder angefragt und verlangt werden. Weitere folgen bestimmt ;-)

Beitrag vom 06.08.2008
Abgelegt unter Usability, Webdesign, Webdevelopment
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Post von Marvin Kerkhoff

Marvin arbeitet als Freiberufler im Marketing in Frankfurt am Main. Er ist seit Start dieses Blogs dabei und arbeitet seit 4 Jahren mit Sebastian und Hanta zusammen. Er bezieht Stellung zu Themen wie Flash & Actionscript, Tools & Gadgets, HTML & CSS.

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