2708. Medienkonzerne erlauben Clips auf YouTube

Manchmal hatte man es als Fan echt schwer den aktuellen Trailer des heiß erwarteten Kinofilmes zu sehen. YouTube Inhalte wurde schnell gelöscht und übrig blieb nur das Vorschaubild in der Google Suche. Auf der offiziellen Seite gab es auch nichts. Man musste schon so lange fernsehen oder ins Kino gehen, bis man endlich den Trailer zu Gesicht bekam.

Die “Meins, Meins, Meins, Meins, Meins” Politik und das damit verbundene harte Vorgehen gegen illegal auf YouTube hochgestellte Filminhalte machte Medienkonzerne eher unbeliebt. Dabei sind es doch Fans die kostenlos die Inhalte promoten.

Die neue Taktik ist da erheblich freundlicher. Rechteinhaber können nun den YouTube Nutzer auf die Verletzung von Urheberrechten aufmerksam machen und eine Werbeeinblendung plus Verweis auf den Rechteinhaber erzwingen anstatt das Video zu löschen. Es geht dabei nicht um eine Legitimation von Urheberrechtsverletzungen sondern um eine Duldung zugunsten des Marketings. Medienkonzerne haben also kapiert, dass der Nutzen größer als der Schaden ist. Zumindestens bei einem Teil der Clips. Es gibt natürlich immer noch einen Teil der schlichtweg geklaut ist.

YouTube hält Schritt für Schritt Einzug in die Unternehmenskommunikation. Firmen unterhalten Ihre eigenen Channel und erreichen so die Nutzer jenseits der klassischen Reichweite.

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Ich musste gestern z.B. erkennen, dass ich meinen Fernseher außerhalb der Antennenkabel Reichweite platziert hatte und mir wochenlang nichts fehlte. Daraufhin habe ich mir vorgenommen, mal wieder Werbung zu schauen, damit ich auf dem Laufenden bleibe. Die lästige Unterbrechung durch Doku Soaps überbrücke ich dann mit der Zubereitung des Abendbrotes.
</offtopic>

Hier ein paar Beispiele für Unternehmens Channels:
http://de.youtube.com/user/Porsche
http://de.youtube.com/user/siemensanswers
http://de.youtube.com/user/sunmicrosystemsgmbh

Wenn ich mir den Channel von Porsche so ansehe, frage ich mich warum Audi mit Ihrem Audi TV nicht auch auf YouTube publizieren. Wer sowieso Videos produziert, sollte das Traffic Potential auf YouTube nutzen. Gerade für kleine und mittelständische Unternehmen kann solch ein Channel mit Verknüpfung auf der eignen Webseite eine kostengünstige Videolösung sein. Es muss ja nicht gleich eine aufwendige Lösung wie Audi TV sein.

Der Bäcker von nebenan muss bestimmt nicht auf YouTube aber spätestens mit der Geokodierung von Videos sollte jedes Freizeitunternehmen einen YouTube Channel unterhalten. Oder erklärungsbedürftige Produkte werden halt eben via Bewegtbild erklärt anstatt in ellenlangen Webseiten beschrieben. Der Hype YouTube Video wird ganz langsam erwachsen. Es ist vielleicht immer noch ein Hype aber jetzt schon dabei zu sein schadet bestimmt nicht.

via Filmzeitung.de

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Beitrag vom 27.08.2008
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Post von Hanta Seewald

Hanta ist Geschäftsführer von mark-up Marketing Design GmbH. Im 72dpiClub steckt sein Herzblut und als Dankeschön bringt ihm der Club das Bloggen bei. Seine Schwerpunkte sind Online Marketing und die Welt des Social Media (und das Schreiben über sich selbst in der dritten Person)

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  1. Sebastian Gerhards | 27082008 22:32

    Neben dem zusätzlichen Impression-Potential beim Uploaden von Video-Inhalten auf Youtube, Vimeo, Sevenload und Konsorten bieten diese Plattformen Websitebetreibern auch viel naheliegendere und wirtschaftlich orientierte Vorteile: Spart man sich doch (bei vielen Videos und Abrufen) Investitionen in teils teure Streamingserver und das lästige Umkodieren von Videos beliebiger Quellen.
    Sinnvollerweise können die Videos schlicht in die jeweiligen Plattformen eingeladen werden und dann rückwirkend wiederum in das eigene Angebot eingebettet werden. Obendrein bieten Plattformen wie Sevenload und Youtube gleich Statistiken und Vermarktungsoptionen der eigenen Videos an.
    So oder so also ein lohnendes Angebot.

  2. Hanta Seewald | 28082008 10:24

    Danke für die Ergänzung. Das Thema ist schon ein eigener Blogbeitrag wert.

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