Buchrezension: “Wir nennen es Arbeit – Die digitale Bohème oder Intelligentes Leben jenseits der Festanstellung”
Die Autoren und “digitalen Bohèmians” Holm Friebe (Autor und Geschäftsführer von www.zentrale-intelligenz-agentur.de) und Sascha Lobo (Autor, Kommunikationsberater und Mitherausgeber von www.riesenmaschine.de) setzen sich in ihrem Buch “Wir nennen es Arbeit – Die digitale Bohème oder Intelligentes Leben jenseits der Festanstellung” mit unserer multimedialen Arbeitswelt auseinander. Dabei kämpfen sie für einen selbstbestimmten Lebens- und Arbeitsstil in Netzwerken abseits der ausgetretenen Wege der klassischen Arbeitsstrukturen. Sie beleuchten die vorherrschende, klassische Arbeitswelt wirtschaftlich und kulturell und berichten von Aktivisten, die sich selbstbewusst und ideenreich aus der Welt der Festanstellung verabschiedet haben. Spätestens seit Beginn der Web2.0-Bewegung ist offensichtlich, dass die “Architekten des Internet” – Webentwickler, Programmierer, Blogger, etc. – wieder optimistisch nach vorne schauen und das Web nicht nur wirtschaftlicher, sondern vor allem auch sozialer gestalten.
Unterhaltsam und aktuell (Neuauflage 8/2008) greifen die Autoren branchenrelevante Themen auf (Die Währung Respekt, Work in Projects, Place does matter, Das soziale Netz) und veranschaulichen diese durch amüsante Geschichten aus dem Netz. Wie auch immer der Leser zum Thema Festanstellung vs. Freiberuflichkeit stehen mag: Das Buch ist eine umfangreiche Bestandsaufnahme der Branche und erklärt dabei die wichtigsten technischen Neuerungen und sozialen Tendenzen. Außerdem animiert das Buch den Leser, sich weiteren Fragen zu stellen und dazu Lösungen zu finden, wie wir mit dem Netz arbeiten und leben können.
Offizielle Website des Buches
Holm Friebe, Sascha Lobo: „Wir nennen es Arbeit – Die digitale Bohème oder Intelligentes Leben jenseits der Festanstellung“, Wilhelm Heyne Verlag, aktualisierte Taschenbuchausgabe 8/2008 für 8,95 Euro