Der neue ipod nano ist da – oder auch nicht. Eben noch von Steve Jobs in Amerika vorgestellt, jetzt schon auf dem deutschen Markt vertrieben: Seit kurzem ist der neue ipod nano zu kaufen. In neun Farben mit 8 oder 16 GB frei wählbar. Glücklich halte ich den nano in den Händen, nach diversen Anläufen in Mediamärkten ergattere ich das letzte Exemplar bei Gravis in Hamburg. Der Markt ist bereits nach einer Woche wie leergefegt. Ich wundere mich darüber: die große Nachfrage sollte die Distributoren von Apple keinesfalls überraschen. Mich überrascht, dass sich der neue ipod nano ausschließlich mit iTunes 7.0 verwenden läßt. Die Beweggründe des Distributors sind mir dabei selbstverständlich klar, aber weder symphatisch noch distributiv einleuchtend.
Früher warb Apple mit dem Claim “Think different” und ich bin seit jeher freier Denker und Macintosh-Fan – vor allem, weil ich die Innovationskraft und Benutzerfreundlichkeit der Apple-Produkte sehr schätze. Leider muss ich jetzt umdenken – der nano zwingt mich dazu, mir ein aktuelles Betriebssystem zu besorgen, weil ich iTunes7 auf OS X (Version 10.3.5) nicht installieren kann. Apple ist preislich attraktiver geworden, das Betriebssystem kostet ca. 130 Euro. Was jedoch die Vertriebspolitik und vor allem die Benutzerfreundlichkeit angeht, herrscht meines Erachtens großer Nachholbedarf. Distribute heißt vertreiben – ich denke inzwischen differenzierter über Apple und frage mich, ob und wieviele User durch Apples verfehlte Distributionspolitik vertrieben werden. Nichts desto trotz: Der neue ipod nano ist ansonsten technisch sowie optisch perfekt. Rock on!
ipod nano - offizielle Website von Apple
8 oder 16 GB, in 9 Farben wählbar für 149 bzw. 199,– Euro













