Noch recht neu augestattet mit dem aktuellen iPhone 3G habe ich in den letzten Tagen einige Akkuladungen verbraten und mich in der schönen neuen Welt in meiner Hand umgesehen. Bisher war ich ja skeptisch – selbst habe ich bisher den mobilen Zugang zum Internet aufgrund hoher Transferpreise oftmals gescheut.
Die Möglichkeiten, die das iPhone (und übrigens auch durchaus Konkurrenten wie XDA, etc.) durch die Verbindung von Internetverbindung, GPS und heute gängigen Web 2.0 Anwendungen wie Google Maps bietet sind jedoch enorm. Ich verstehe nun durch das eigene Beispiel, dass die Verbindung von Internet und den mobilen Anwendungen nicht mehr nur Zukunftsmusik für Nerds und Tekkis ist, sondern – vor allem mit den mittlerweile durchaus erschwinglichen Datentarifen – eine echte Alltagsbereicherung sein kann.
Ein Beispiel aus der Praxis: Ich habe gestern auf meinem Streifzug durch Köln nicht nur die Adresse inkl. Wegbeschreibung zu einem Laden für Kunstbedarf via Google Maps gefunden, sondern mir auch pünktlich zur Bundesliga Konferenz via locly und Internet eine Premiere Sports Bar gesucht und mich dann, weil den Anpfiff verpasst, im kicker.de Liveticker (lobenswert: iphone.kicker.mobi) über die ersten Ergebnisse informiert. Auf der Rückfahrt im Zug habe ich mir dann den Opener des – übrigens sicher empfehlenswerten – Podcast Mole2 zum Thema Web Analyse angehört. Alles mit einem Gerät und On-the-go.
Trotzdem gelten für den mobilen Traffic spezielle Regeln und Anforderungen, denen – wie meine weiteren Beobachtungen zeigen – nicht nur ich bisher stiefkindlich Beachtung geschenkt habe. Oberste Prioritäten für ein Angebot der eigenen Inhalte für den mobilen Einsatz sind meiner Meinung nach:
1. Inhaltlicher Filter
Ein Auge für das Wesentliche und eine konsequente Trennung zwischen für Mobil optimierten Inhalten und Anderem ist meiner Meinung nach oberste Priorität:
- Welche Inhalte werden mobil benötigt und was muss ich optimieren, so dass Benutzer den Service zu schätzen wissen und wiederkommen?
- Welche Inhalte können über die nicht mobil optimierten Seiten abrufbar bleiben.
Der mobile User hat aber in der Regel spezielle Wünsche – am Beispiel bahn.de sind das z.B. Fahrplanabfragen, Verbindungsabfrage, Kurzinformationen zur Nutzung der Bahncard (z.B. Abfrage der Nutzungsmöglichkeiten der City-Option) etc. Saisonale Angebote, Allgemeine Services, Abos, etc interessieren da weniger.
Das diese Regel auf Grund der Komplexität oder des Umfangs des Angebots nicht immer erfüllt werden kann, ist durchaus nicht verwerflich. Hier muss aber ein Schulterblick stattfinden: Sind alle Inhalte, Navigationen in HTML und vernünftig skalierbar? Flash-Inhalte können auf vielen mobilen Geräten nicht angezeigt werden. PDF-Dateien nicht heruntergeladen oder betrachtet werden.
2. Usability
Schnelligkeit und Einfachheit ist das Stichwort:
Ich will nicht minutenlang dämlich ausschauend auf meinem PDA oder Handy herumklimpern um eine Verbindungsanfrage von Station XY zum Flughafen zu finden. Außerdem ist mein Handy kein Core Duo Prozessor – ich will eine performante Seite, die auch über langsame Verbindungen oder mit Verbindungsschwierigkeiten einigermaßen flüssig daher kommt.
Optisch müssen Texte auf die Breite des jeweiligen Displays passen, zoomen und hin und herscrollen ist lästig und als Einstiegshürde und Absprungpunkt zu verstehen – per Browser Agent und Resolution Abfrage lässt sich das schon Serverseitig beeinflussen. Bilder müssen entsprechend skaliert werden, auch um Dateigröße zu reduzieren. Links müssen als Kontaktflächen großzügig gestaltet sein und genügend Platz zueinander haben, so dass ich zuverlässig den richtigen Link mit Finger/Pen finde.
3. Mehrwerte
Sofern technisch verfügbar möchte ich gerne, dass bestimmte Daten (z.B. mein aktueller Aufenthaltsort als Ausgangspunkt einer Routenanfrage) ausgefüllt sind – “Hannover, Altenbekener Damm” dauert eine Weile, um es über die kleine Tastatur einzutippen, das kann schneller gehen. Oft gesucht oder eigegebene Daten sollten als Favoriten speicherbar sein und mit zwei Klicks wieder in die Maske zu laden sein.
Auf Listen, aktuellen Newsseiten, Fahrplänen sollte die Möglichkeit bestehen, die jeweilige Seite automatisch zu aktualisieren. Das jedoch aber nicht automatisch und sowieso, da ich vielleicht nach heruntergeladenen KB bezahle, jedoch aber bitte als Option “Inhalte automatisch aktualisieren”.
Wie sind eure Erfahrungen mit mobilen Inhalten? Habt ihr gute/schlechte Beispiele? Ich freue mich auf den ein oder anderen Kommentar.
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Tags iphone, mobile content

Zu erwähnen ist die Google Mobile Suche, die mir Inhalte handygerecht aufbereitet. Sprich Google verändert den Aufbau der Seite und unterteilt einzelnen HTML Seite un mehrere WML Seiten. Bei manchen Seiten ist verschlimmbessern wohl aber die treffendere Variante. Die mobile Aufbereitung ist für einige große Portale mittlerweile schon Pflicht. Damit das mobile surfen aber zum Standard wird, müssen die Datentarife noch ein wenig purzeln und mobile Endgeräte müssen in Ihren Darstellungsfähigkeiten besser werden.
Vielleicht kommt aber alles auch ganz anders und die Zukunft des Internets liegt zwischen Mobilität und Omnipräsenz im Heim/Büro
So ungefähr sehe ich das auch. Sehr schon ist aber zu sehen das Google-Maps auf dem IPhone durchaus den eigenen Standort per GPS als Ausgangspunkt einer Routenplanung benutzt. Ich persönlich wäre zum Beispiel misstrauisch wenn eine Webseite dazu in der Lage wäre meine aktuelle Position per GPS rauszufinden.
Die üblichen “rechte Maustaste” Funktionen fehlen dem IPhone ja lieder gänzlich. Wenn es diese gäbe könnte man schön “Hier aktuellen Ort” einfügen antippen und los gehts. Nur wie wir alle wissen ist nicht auf jeder bring-mich-von-hier-nach-da Applikation das Eingabeformat gleich…. und da waren sie wieder, meine drei Probleme
Zur Optimierung kann man zweigeteilter Meinung sein. Natürlich ist es richtig Inhalte passend aufzubereiten (bestes Beispiel ist meebo.com, besser geht Quasi kaum) kann aber auch zu schlechten Dingen ausarten. Beim IPhone kann man auf jeden Fall froh sein das ein ordentlicher Browser an Board ist der standardkonforme Webseiten ordentlich darstellt. Wenn ich mir das Nokie n93 ansehe bekomme ich das blanke….
Ich finde es zum Beispiel ungeheurlich, das mir youtube auf dem IPhone nur Videos in “mobiler Datenqualität” präsentiert, für unterwegs ok, aber wenn ich an einem WLan hänge will ich gefälligst die volle Qualität und nicht von MPEG/JPEG-Artefakten genervt werden. Da hätte ich doch gerne die Qual der Wahl…
Schöne neue OnTheGo Welt… aber alles in allem verbinden sich endlich bereiche die auch zusammen gehören. Ich finds super von unterwegs aus meinen Sat-Receiver zu Hause über dessen Webinterface zu programmieren weil ich es mal wieder vergessen habe…
so…
[...] Touchscreen mehr Spaß am mobilen Internet hat und noch einen Haufen anderer sinnvoller tinylittle innovations…Warum? Weil die Jungs sich dort einfach unglaublich viel Zeit genommen, nachzudenken, wie man [...]