
Quelle: Wikipedia
Sitze hier am schönen Samstagnachmittag und bringe Ordnung in meine RSS Feeds. Da wird im Wired Listening Post darüber geschrieben, dass die Band “A Cursive Memory” (Ganz nette Mucke übrigens, läuft gerade) als welterste Band auf Promoplakaten zur aktuellen Single 2D Barcodes der Firma Scanlife einsetzt.
Der Sinn dahinter: An diesen Plakaten vorbeitstreifende Kunden können den Code mit ihrem Handy abscannen, die dafür auf dem Handy installierte Software interpretiert den Code, extrahiert eine hinterlegte URL und ruft diese direkt im Handy-Browser auf. Dort werden dann zusätzliche Inhalte wie Bilder, Tourdaten, Klingeltöne oder sogar der Song als MP3-Download angeboten.
Wie das im Übrigen genau funktioniert, erklärt Wikipedia unter dem Stichwort Mobile Tagging mal wieder ganz gut.
Bisher anscheinend nur in den USA etabliert, sollten sich auch hiesige Werbetreibende damit auseinandersetzen, denn das Prinzip dahinter ist interessant:
Die Nutzung von mobilen Inhalten ist meiner Einschätzung nach meist in einem aktuellen Bedarf angesiedelt. Das gilt natürlich in erster Linie einmal für die praktischen Dinge des Lebens: Aktuelle Busverbindungen von meinem aktuellen Standpunkt, Ärzte, Einkaufsmöglichkeiten oder Bars in der Nähe, etc. Weitergehend stelle ich mir vor, dass multimediale POI’s - zum Beispiel Plakate, um die herum die aktuelle Single o.g. Band zu hören ist - ebensolches Jetzt-und-Hier-Interesse wecken können.
Problem mit Laufkundschaft ist jedoch wie im Internet die kurze Aufmerksamkeitsspanne. Außerdem sind potentielle Kunden, die über die klassischen Werbeformen angesprochen wurden, nur schwerlich als solche zu identifizieren. Spätere Aufrufe der Homepage von zu Hause in Hannover sind nicht in Verbindung zu bringen mit Plakatwerbung, die in Köln gesehen wurde.
Damit stellt sich die Frage, wie ich Kunden mit komplizierteren Sachverhalten direkt am POI abholen, identifizieren und weitergehend binden kann.
Da machen die 2D Barcodes Sinn: Mit installierter Software, fotografiere ich den Code schlicht erst einmal ab. Kann dann direkt auf die Infos springen oder das Bild erstmal im Speicher lassen. Sobald ich mein Handy zu Hause aufräume stoße ich wieder auf den Code und kann mich informieren. Vorteil: In den im Barcode gespeicherten URLs lassen sich Kampagnen oder GEO-Informationen speichern. So kann ich herausfinden, in welchem Bundesland der User mein Plakat gesehen hat oder - bei entsprechendem Aufwand - in welcher Stadt, Straße, etc. Außerdem funktionieren Barcodes auch z.B. auf Monitoren digitaler POI Systeme.
Mich wundert, warum mir diese Form der Codes hierzulande noch nicht aufgefallen sind. Software für das iPhone gibts im App-Shop én masse. Die Seiten der beiden Marktführer (?) ScanLife und NeoReader sind international abgreifbar. Die Codes supereinfach auch selbst zu erstellen (Marktlücke europäische/deutsche Anbieter?!).
Prädikat: Macht Sinn.
Nachtrag: Mobile Tagging hat doch bereits einige Experten dazu bewogen, sich zur Platzierung in Deutschland Gedanken zu machen. Zum Einen ist ein Whitepaper in Arbeit, in denen Dienstleistern wie Agenturen, Vermarktern das Konzept näher gebracht werden soll und aktuelle Anbieter enthalten sein werden. Ein Post, der sich mit den genannten Fragen zum Thema Mobile Tagging beschäftigt und dessen Aussagen meiner Meinung nach stimmig sind soll hier ebenso nicht fehlen.














Ist mir in Deutschland schon häufiger aufgefallen. Plakate habe ich nicht konkret in Erinnerung aber bei Zeitungsanzeigen hat mich bisher nur die fehlende Datenflatrate vom installieren des Readers auf dem Handy abgehalten. Speziell Autohersteller bedienen sich des Mobile Taggings.
Da kammer auch wieder geteilter Meinung sein - ich denke das wird auch wieder nur ein Phänomen sein was in Städten funktioniert.
)
Hier auf dem Land sind die Leute ja immernoch mit der Programmierung ihrer Videorekorderuhr überfordert. Bring denen mal bei ne Applikation auf ihr Handy zu installieren… Das sind die selben Leute die http://www.otto.de in das Suchfeld bei Google eintippen - ich glaub da is damit kein ROI zu holen (ROI jetzt auch nur mal um nen schickes Business-Mode-Wort zu benutzen
Es ist denke ich eine Nische die gerade viele Junge Leute intressiert. Ich denke da an das Kind was ich gestern bei MacWürg gesehen habe.
vielleicht 9 Jahre alt, Lederjacke, Matchofrisur und irre Pingelig weils hinter der Kasse mal wieder zu lange dauert. An der Kasse angekommen bestellt das Kind eine Juniortüte und sucht sich ein Spielzeug aus. Danach zückt es sein Handy und telefoniert.
Ich denke genau so welche brauchen das wenn sie mal groß sind.