Wie bereits schon getwittert, verteile ich dieses Jahr bei spreadshirt selbst gestaltetet Artikel (hoffentlich liest die Familie den 72dpiClub nicht aufmerksam). Inspiriert von diesem T-Shirt, wollte ich dann ein T-Shirt mit “Screw Google. Aske me” drucken lassen…
Heute erreichte mich dann diese Mail:
Es tut uns sehr leid, Dir mitteilen zu müssen, dass das gewünschte Motiv mit hoher Wahrscheinlichkeit urheberrechtlich geschützt ist. Dieser Teil der Bestellung kann somit nicht bearbeitet werden.
Solltest Du eine Bezahlung per Kreditkarte oder Bankeinzug gewählt haben, wird der Betrag nicht abgebucht bzw. eine Rückbuchung des Betrags sofort veranlasst.
Heißt also Weihnachtsgeschenk futsch. Nach einem Telefonat mit spreadshirt, sagte mir eine nette Dame, dass solches Verhalten keine Vorsichtsmaßnahme ist, sondern auf Erfahrungen beruht. In Zeiten von Abmahnwut und Co. habe ich Ihr das auch geglaubt, bzw. hatte gar keine andere Wahl, als mir ein anderes Motiv auszudenken.
Wir sind also dank wildgewordener Markenschützer und beißenden Anwälten schon so weit, dass man fast gar nichts mehr darf, bzw. sich Firmen wie spreadshirt gar nichts mehr trauen (können?). Natürlich würde mich kein Google Mitarbeiter auf der Straße wegen einer Markenverletzung ansprechen. Und selbst wenn, würde ich einfach wegrennen, denn zum Glück trage ich noch kein Nummernschild mit mir rum. (Ich glaube ich muss mal mit ein paar Shirts nach Dublin)
Ich hoffe, dass das Christkind den Markeninhabern die Eingebung bringt, dass Ihre Anwälte teilweise Markenschädigung auf Kosten der Inhaber mit ihrer Abmahnwut betreiben. Aber mir soll es ja recht sein, denn nach dem Verpulvern von Geld zur Markenschädigung, fließt dann wieder Geld in die Werbebranche zum Wiederaufbau der Marke. Ich glaube wir Werbefutzis brauchen uns um die Finanzkrise keine Sorgen zu machen.
Ich werde jetzt einfach mal Matt Cutts fragen, ob er mir eine offizielle Erlaubnis zum Tragen des “Screw Google. Ask me” T-Shirt erteilt:
Da er mich wahrscheinlich nicht hören wird, stehen jetzt folgende T-Shirt Alternativen zur Auswahl:
- Urheberrecht screwed this shirt
- spreadshirt traute sich nicht, dieses Shirt zu drucken
- Screw Gugel! Ask me!
- Screw Jahu. Ask Gugel Örs
- Hier stand eine Markenrechtsverletzung
- Abmahn this! Gugel, Jahu, Emesen, Ibei, Fäisbuck
Ich wünsche eine schöne Creative Common Woche und ich würde mich über T-Shirt Anregungen freuen, denn Weihnachten rückt immer näher, tick, tack, tick, tack
Update:
Mittlerweile habe ich das T-Shirt im Copyshop meines Vertrauens in Gießen drucken lassen und erfolgreich verschenkt. Zum Schutz vor Klagen durch Google ist der stolze Besitzer unkenntlich gemacht und die Aufnahme in absichtlich schlechter mieser Qualität hochgeladen worden:
















Danke an @haentz zur Erinnerung daran, dass das Gute oftmals so nah ist: http://twitter.com/haentz/status/1058456360
haha, ja der copyshop ist nicht so “angeschlossen” wie wir. trotzdem würde mich mal interessieren, ob du das shirt für dich bestellen wolltest oder für andere anbieten?
Das Shirt war ein Weihnachtsgeschenk für einen meiner Brüder und sollte auch nicht weiter verbreitet werden. Ein Unikat also. Ich hätte ihn auch gewarnt damit nicht in Hamburg vor der Google Zentrale rumzulaufen
Kuck mal - sogar die Öffentlich Rechtlichen haben deinen Artikel zum Anlass genommen:
http://www.basicthinking.de/blog/2008/12/15/urheberschaft-20/
Guter Beitrag vor allem der Kommentar am ende. Die Sache mit der Musik über usb-Sticks und Co tauschen ist definitiv keine Zukunftsmusik
So hat man auch schon vor Jahrzehnten Musikkassetten getauscht und überspielt. Die Musikindustrie hatte nur zwischendurch eine Pause, als man CD´s noch nicht so leicht brennen und kopieren konnte.
[...] Sylvester gibts mindestens noch Updates zu den Weihnachtsgeschenken. Seid trotzdem schon einmal weihnachtlich gegrüßt! Allen Lesern wünscht der Club ein gutes [...]
Update der T-Shirt Geschichte, siehe oben.