2301. Das Mitmachweb - die nächste Runde

Wie ich eben bei Golem lese geht das Mitmach-Internet in die nächste Runde. Nach dem Flaggschiff Wikipedia (ca. 800.000 deutsche Artikel) und nachdem auch Google Knol (ca. 100.000 deutsche Artikel) sich etabliert hat, hat sich nun auch der Welts renommiertestes Lexika-Anbieter, die Encyclopedia Britannica der Netzgemeinde geöffnet. Ab sofort kann auch dort konglomerativ an Artikeln gearbeitet werden. Kleiner, britischer Unterschied: Alle eingegebenen Artikel werden vorher durch die 4.500 Mann starke Redaktion geprüft. Genug Manpower haben die Jungs damit ja zumindest.

Typisch britisch wohl auch diese Art von Humor, die ich via Golem hier gleich zitiere:

Cauz konnte sich auch dieses Mal einen Seitenhieb auf die ungleich populärere Konkurrenz nicht verkneifen. Er gab zu, dass sein Angebot “definitiv nicht so populär” ist wie die Wikipedia. Diese, fuhr er fort, “trägt zur Verbreitung von Wissen bei, und viele Menschen sind mit ihr als ihrer einzigen Quelle zufrieden - so wie viele damit zufrieden sind, jeden Tag bei McDonalds zu essen.”

Ähm, also ist die Britannica nun der Burger King unter den Lexika?!

Richtig schick wäre es nun natürlich, wenn die User Generated Articles auch in die 2jährig erscheinende Printausgabe des Werks einfließen würden… Toll, toll.

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Beitrag vom 23.01.2009
Abgelegt unter Netznews
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Post von Sebastian Gerhards

Sebastian arbeitet für core4 in Hannover und gehört zum Gründerteam des Clubs. Er schreibt über Online-Marketing & -Recht, Projektmanagement, Neues, Interessantes und die Perlen im Netz, die uns stolz machen ein Teil davon zu sein.

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  1. Hanta Seewald | 23012009 16:12

    Ich bin mal gespannt, wie die Wertung der Britannica durch Google wird. Wie lange wird die Wikipedia Dominaz noch dauern? Oder kann Google überhaupt die Wikipedia Dominanz beenden ohne gezielt am Algorithmus rumzuschrauben. Aus Googles sicht kommt ja dann erst mal Knol. Aus wissenschaftlicher Sicht sollte eigentlich erst mal Britannica kommen, sofern sie denn wirklich alles so gewissenhaft prüfen.

  2. Sebastian Gerhards | 23012009 16:21

    DAS ist in der Tat ein interessanter Gedankenansatz. Ich denke aber, dass Wikipedia noch einige Zeit in den Tops bleiben wird - alleine die zweifelhafte Relevanzwährung der vielen Verlinkungen wird schon dafür sorgen. Außerdem - Bauchgefühl - tippe ich, dass es die webzwonull-Gemeinde es vermutlich nur schwer ertragen kann, eine Moderation zu akzeptieren. Wikipedia ist dahingehend ein eigenes Konzept (Wisdom-of-the-crowd) und insofern wenn denn kein Apfel/Birnen- so doch zumindest ein Apfel/Apfel-mit-Wurm Vergleich.

  3. Hanta Seewald | 26012009 12:14

    Die Link-Übermacht von Wikipedia wiird in der Tat auch in Zukunft für Top-Positionen sorgen. Das Thema ist aber sicherlich einen Blog Beitrag wert, wenn die Relevanz von Britannica dadurch unterbewertet wird

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